Radiologie

Düsseldorf am Hauptbahnhof

MRT (Magnet Resonanz Tomographie)

SynonymaKernspintomographie (KST), MR, MRT (Magnet Resonanz Tomographie), MRI (Magnetic Resonance Imaging), NMR (Nuclear Magnetic Resonance)

Was versteht man unter MRT?
Die Kernspintomografie ist ein noch relativ neues Verfahren in der Diagnostischen Radiologie, um Schnittbilder des menschlichen Körpers zu erzeugen. Es wird seit etwa 1985 eingesetzt.

Die Schnittbilder werden ohne Verwendung von Röntgenstrahlen erzeugt. Statt dessen wird gemessen, wie sich der menschliche Körper in einem Magnetfeld verhält. Durch die mit Geräten der neuesten Generation erreichbare hohe Auflösung und den großen Gewebekontrast gelingt es, eine optimale Darstellung von Weichteilstrukturen zu erzielen.

Wie funktioniert die Bilderzeugung?
Atomkerne mit einer ungeraden Ordnungszahl verfügen über eine Eigenrotation, den sogenannten Spin und besitzen ein eigenes, sehr schwaches, natürliches Magnetfeld. Dieses eigene Magnetfeld kann wie eine Kompassnadel durch ein künstliches, starkes Magnetfeld ausgerichtet werden. Die einzelnen magnetischen Atome drehen dann (engl. "spin") - in Abhängigkeit von der künstlich angelegten Magnetfeldstärke - in einer rechnerisch zu bestimmenden Frequenz. Bei einer angelegten Magnetfeldstärke von 1,5 Tesla entspricht diese Frequenz einer harmlosen elektromagnetischen Welle im Radiofrequenzbereich. Durch kurzes Einstrahlen dieser Frequenz nehmen einige Atome diese Energie auf. Beim Abschalten der Radiowelle geben diese Atome die Energie in Form einer Radiowelle wieder ab. Diese Energie wird gemessen. Mittels komplizierter Formeln und Fourier-Analyse werden die Schaltbilder berechnet. Entscheidend für die Abbildung ist der unterschiedliche Wassergehalt in den verschiedenen Körpergeweben. Erkrankte Gewebe enthalten häufig mehr Wasser, als gesunde Gewebe. Wegen der größeren Anzahl an Wasserstoffkernen im erkrankten Gewebe kann man diese dann von den gesunden Geweben unterscheiden.

Wie läuft die Untersuchung ab? 
Vor der Untersuchung erhalten Sie einen Aufklärungsbogen, der Ihnen den Ablauf erläutert. Der behandelnde Arzt wird Sie zusätzlich über Ihre Beschwerden befragen.

Wichtig
Aufgrund des starken Magnetfeldes dürfen keine metallischen Gegenstände in den Untersuchungsraum mitgenommen werden.
Alle Metallteile müssen Sie in der Umkleidekabine ablegen (Schmuck, Haarnadeln, Uhr, Schlüsselbund, Geldbeutel, Münzgeld, Feuerzeug, Kugelschreiber).
Auch Ihre Scheckkarten, Kreditkarten, Ausweise mit Chip oder Magnetstreifen o. ä. lassen Sie bitte in der Kabine, da der Magnetstreifen auf der Karte   gelöscht wird, und die Karte danach nicht mehr funktioniert. Der Ehering besteht normalerweise aus einem Edelmetall. Dieser ist nicht magnetisch und   kann anbehalten werden.

Im Untersuchungsraum werden Sie auf eine bewegliche Liege gelegt. Während der Untersuchung liegen Sie in der Röhre des Magneten, die an beiden Ende offen ist. Der  Durchmesser beträgt ca. 100 cm und ist etwa 100 cm lang. Die allseitige Beleuchtung und eine kontinuierliche Belüftung führen zu einer angenehmen Lagerung. Unsere 3 Tageslichtfenster verschaffen Ihnen ein offenes Raumempfinden. Über die eingebaute Wechselsprechanlage können Sie uns jederzeit rufen. Sie bekommen außerdem einen Klingelknopf in die Hand, mit dem Sie uns zusätzlich alarmieren können. 
Patienten mit Platzangst können vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel erhalten, dürfen jedoch wegen der dadurch bedingten eingeschränkten Verkehrstauglichkeit an diesem Tage kein Fahrzeug mehr fahren.
Während der Untersuchung hören Sie klopfende und summende Geräusche. Diese Geräusche beruhen auf elektromagnetischen Schaltungen und sind ganz normal. Um Sie vor zu lauten Geräuschen zu schützen, bekommen Sie von uns Ohrstöpsel oder einen Kopfhörer über den wir uns verständigen können und Ihnen Musik einspielen können.
Eine normale Untersuchung im Gerät dauert ca. 15 bis 25 Minuten. Anschließend muss Ihre Untersuchung nachverarbeitet, ausgewertet und befundet werden.

Wichtig
Voraufnahmen oder Voruntersuchungen mit anderen bildgebenden Verfahren (Röntgen, CT, Ultraschall) sollten Sie unbedingt mitbringen. Das erleichtert  und ermöglicht eine exakte Diagnose.

Anschließend erläutert Ihnen der Radiologe das Untersuchungsergebnis und überreicht Ihnen in der Regel Bilder und Befund sofort aus. 

Insgesamt sollten Sie für die Untersuchung bis zur Befundaushändigung ca. 1 1/2 bis 2 Stunden Zeit einplanen.

Was ist zu beachten?
Da die Untersuchung in einem starken Magnetfeld stattfindet, können manche Patienten, vor allem mit Metallimplantaten, nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen oder gar nicht untersucht werden.

Wir werden Sie daher vor der Untersuchung befragen nach:

  • Herzschrittmachern,
  • künstliche Herzklappen,
  • Metallprothesen,
  • Gefäßclips,
  • Gefäßstützen in Schlagadern (sog. Stents)
  • Hörgeräten,
  • Medikamentenpumpen,
  • Granatsplittern,
  • Herzoperationen,
  • Operationen am Kopf bzw. Hirn usw.

Bitte beantworten Sie unsere Fragen so genau wie möglich, damit wir entscheiden können, ob eine MRT- Untersuchung gefahrlos möglich ist.

Wer darf nicht untersucht werden? 

  • Patienten mit Herzschrittmachern dürfen nicht untersucht werden. Schrittmacher können durch das Magnetfeld zerstört werden. 
  • Patienten mit Cochleaimplantaten oder Neurostimulatoren dürfen nicht untersucht werden. 
  • Vor der Untersuchung werden Sie von dem Arzt über eventuellen Metallimplantate befragt. 
  • Schwangere bis zum 3. Schwangerschaftsmonat werden aus Sicherheitsgründen nur bei sehr dringenden Fragestellungen 
    untersucht.

Nebenwirkungen
Mit der MRT sind bisher viele Millionen Untersuchungen weltweit durchgeführt worden. Trotz intensiver Forschung sind bisher keine Schädigungen mit den benutzten Geräten festgestellt worden. Nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis sind auch keine Schäden zu erwarten. Durch die Hochfrequenzimpulse sowie schnelle Änderungen der Magnetfelder entsteht zeitweilig ein recht lautes Geräusch. Geräuschempfindlichen Patienten wird daher ein Gehörschutz, Ohrstöpsel oder Musikkopfhörer angeboten. Darüber hinaus gilt die MRT als ungefährliches Verfahren ohne bekannte Nebenwirkungen.

Kontrastmittel-Anwendung
In Abhängigkeit von der Fragestellung kann der Einsatz eines Kontrastmittels sinnvoll sein, um krankhafte Prozesse im Körper besser darstellen und differenzieren zu können. 
In diesem Fall werden wir während der Untersuchung einmal das Kontrastmittel (in der Regel etwa 20 ml) intravenös in eine Armvene injizieren. Bleiben Sie in diesem Fall ruhig liegen und bewegen Sie vor allem nicht das zu untersuchende Körperteil. 
Das Kontrastmittel ist ab dem 1. Lebenstag zugelassen. Im Unterschied zu Röntgen-Untersuchungen wird beim MRT kein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. Das Kontrastmittel ist ausgezeichnet verträglich und hat keine schädlichen Nebenwirkungen. 
Allergische Reaktionen können - wie bei jedem Medikament - grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Nur in sehr seltenen Fällen reagiert ein Patient allergisch darauf. Diese seltenen Reaktionen zeigen sich in Hautrötungen und Juckreiz, evtl. auch leichte Übelkeit direkt nach der Untersuchung. Die Reaktion ist nicht schwerwiegend und kann - falls notwendig - mit Medikamenten gut behandelt werden. 
Schwerwiegende Unverträglichkeiten sind außerordentlich selten und können bis zum Kreislaufschock führen. 
Der behandelnde Arzt wird Sie nach Allergien bei früheren Untersuchungen befragen.

Schlussbemerkung
Wenn Sie noch Fragen zum Sinn oder Ablauf der Untersuchung haben, oder etwas nicht verstanden haben: Bitte fragen Sie uns danach; wir werden Ihnen gerne Auskunft geben. 

Ihr MRT-Team