Radiologie

Düsseldorf am Hauptbahnhof

Mammographie

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgen-Aufnahmetechnik zur Darstellung der Brustdrüse. Bis heute gibt es kein anderes Verfahren, das bösartige Veränderungen in einem sehr frühen Stadium darstellen kann, in dem man noch nichts tasten kann. Sie ist daher bis heute die einzige Untersuchungstechnik, die sich zur Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs eignet. Aber auch bei tastbaren Veränderungen der Brust ist die Mammographie notwendig, um gutartige von bösartigen Veränderungen zu unterscheiden.

Durch technische Verbesserungen konnte die Dosis an Röntgenstrahlen, die zur Erzeugung eines guten Bildes benötigt wird, immer wieder verringert werden. Heute benötigt man nur noch 10% der Dosis die in den 60er Jahren gebraucht wurde. 
Sicher haben Sie schon mal davon gehört, dass Röntgenstrahlen potentiell schädlich sein können. Deshalb sind wir Radiologen bemüht, die für Röntgenaufnahmen notwendige Dosis durch laufende Qualitätskontrollen und technische Überwachung der Geräte so niedrig wie möglich zu halten. 
Wir lassen unser Gerät freiwillig einer Qualitätskontrolle unterziehen, die über die gesetzlichen Anforderungen deutlich hinausgeht. Wir nehmen am Qualitäts-Ring-Mammographie (Gqmed) teil und sind zertifiziert.
Aus großen internationalen Studien, die über viele Jahre tausende von Patientinnen verfolgen, weiß man, dass das Risiko, durch unterlassene Mammographien an zu spät erkanntem Brustkrebs zu sterben, weit größer ist, als das Risiko, durch regelmäßige Mammographien einen strahlenbedingten Brustkrebs zu erleiden. 
Man kann Brustkrebs heute heilen, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird. Deshalb brauchen wir die Mammographie, um den Krebs so früh wie möglich festzustellen, möglichst noch bevor tastbare Veränderungen vorliegen.

Ablauf der Untersuchung:
Von jeder Brust werden 2 Aufnahmen in verschiedenen Ebenen angefertigt. Manchmal wird eine zusätzliche Aufnahme benötigt, um unklare Befunde genauer darzustellen. Für die Aufnahme wird die Brust komprimiert. Das ist für eine gute Bildqualität notwendig, außerdem ist die benötigte Röntgendosis um so niedriger, je stärker die Brust komprimiert wird. Sie brauchen jedoch keine Angst zu haben, dass es unangenehm weh tut, es wird nur so stark gedrückt, wie Sie es aushalten. 
Nach den Aufnahmen müssen Sie noch eine Zeit warten, bis die Filme entwickelt sind und der Arzt die Bilder angeschaut hat. Danach wird der Arzt Sie untersuchen und die Brust abtasten. Zu jeder Mammographie gehört unbedingt eine Untersuchung durch den Arzt, um aus sichtbarem und tastbarem Befund und Röntgenbild eine Diagnose zu stellen. Evtl. macht der Arzt dann noch eine zusätzliche Vergrößerungsaufnahme oder Kompressionszielaufnahme und ggf. eine

Ultraschalluntersuchung:
Manche tastbaren oder im Mammogramm sichtbaren Verdichtungen können durch Ultraschall weiter differenziert werden. Insbesondere kann man hiermit solide oder flüssigkeitsgefüllte Knoten (sog. Zysten) gut unterscheiden. Der Ultraschall ist völlig unschädlich. 
Leider ist mit Ultraschall alleine keine Früherkennung von Brustkrebs möglich, da er nicht die feinen Details, wie z. B. feinste Verkalkungen, nachweisen kann, welche die Mammographie zeigt. 
 
Feinnadelpunktion: 
Bei verdächtigen Veränderungen in der Brust kann es manchmal notwendig sein, aus dieser Veränderung Zellmaterial zu entnehmen und dieses zur Untersuchung einzusenden. Hierbei wird mit einer sehr dünnen Nadel die tastbare oder im Ultraschall sichtbare Veränderung punktiert, und unter Sog mit einer Spritze eine winzige Menge Zellmaterial abgesaugt. Dieses Material wird auf Objektträger ausgestrichen, und dem Pathologen zur mikroskopischen Beurteilung geschickt. 
In vielen Fällen kann damit die Art einer auffälligen Veränderung sehr genau erkannt werden. Die Feinnadelpunktion erspart damit die sonst evtl. notwendige Operation zur Gewinnung einer Gewebeprobe.
Auch bei schmerzhaften Zysten kann eine Feinnadelpunktion sinnvoll sein. In diesem Fall wird die Zystenflüssigkeit mit der Nadel abgesaugt und die Zyste entleert. Danach sollten Sie für etwa 15 min mit der Hand Druck auf die ehemalige Zyste ausüben, damit diese verklebt und sich nicht wieder füllen kann. 
Eine Feinnadelpunktion ist unschädlich. Die immer wieder in der Boulevardpresse behauptetet. Möglichkeit der Umwandlung von gutartigem in bösartiges Gewebe, oder die Verschleppung von bösartigen Zellen in den Körper, ist Unsinn. Es gibt keinen Beweis für diese Behauptungen. 

Galaktographie:

Bei Flüssigkeitsaustritt (Galaktorrhoe) aus den Brustwarzen (Mamillen) ist eine gezielte Punktion des Ausführungsganges möglich. Durch Injektion eines Kontrastmittel kann dann das Milchgangsystem unter Anfertigung von Mammographie-Aufnahmen dargestellt und beurteilt werden. Die Untersuchung ist im allgemeinen nicht schmerzhaft.

Alternativen?
Nach allem, was die medizinische Wissenschaft heute weiß, gibt es zur Brustkrebsvorsorge keine alternative Untersuchungsmethode zur Mammographie. Das ist durch große weltweite Studien bewiesen worden. Deshalb haben auch viele Länder eine routinemäßige Reihenuntersuchungs- Mammographie (Screening) für Frauen ab 40 Jahren eingeführt. 
In allen industrialisierten Staaten dieser Welt nimmt die Häufigkeit an Brustkrebs zu erkranken zu. Da Brustkrebs in frühen Stadien heute heilbar ist, ist es sinnvoll, Brustkrebsfälle so früh wie möglich zu entdecken. Dies gelingt bis heute nur mit der Mammographie. 

MR-Mammographie:  (siehe auch Spezielle Untersuchungstechniken - MR-Mammographie)
Die Kernspintomographie der Brustdrüse, in die am Anfang viel Hoffnung gesetzt wurde, ist keine Alternative in der primären Routine-Diagnostik. Bei gezielten Fragestellungen zur Differenzierung eines unklaren Herdes oder zur Rezidiv-Diagnostik ermöglicht die MR-Mammographie eine genaue Diagnose (siehe Leistungsangebot  - spezielle Untersuchungsverfahren – MR-Mammographie).

Nach der Untersuchung:
Nach Abschluss der Untersuchungen wird der Arzt Ihnen das Ergebnis sofort mitteilen. Lediglich bei einer Feinnadelpunktion müssen Sie ein paar Tage auf das Ergebnis der Untersuchung warten. Natürlich bekommt der Arzt, der Sie zur Mammographie überwiesen hat, von uns einen schriftlichen Bericht per Post. 
Der Arzt wird Ihnen auch mitteilen, in welchen Abständen bei Ihnen Kontrolluntersuchungen zu empfehlen sind. Dies richtet sich nach Ihrem persönlichen Befund, Ihrem Alter und evtl. Risikofaktoren. 

Eine Bitte:
Bitte haben Sie Verständnis, wenn vor und während der Untersuchung Wartezeiten entstehen. Dies ist einmal technisch bedingt, z. B. müssen die Filme erst entwickelt werden, bevor der Arzt sie anschauen kann. Wenn während Ihrer Wartezeit im Wartezimmer andere Patienten schon aufgerufen werden, obwohl sie nach Ihnen gekommen sind, so werden diese Patienten an anderen Geräten untersucht, die schon frei sind, während die Mammographie noch belegt ist. 
Wir bemühen uns, uns für jeden Patienten Zeit zu nehmen und eine gründliche Untersuchung durchzuführen. Das bedeutet auch, dass wir uns bei bestimmten Problemen des Patienten einmal mehr Zeit nehmen müssen, als im Terminplan vorgesehen war, und es daher zu Wartezeiten bei den nachfolgenden Patienten kommt. 
Wenn Sie noch Fragen zum Sinn oder Ablauf der Untersuchung haben, oder etwas nicht verstanden haben: Bitte fragen Sie uns danach - wir werden Ihnen gerne Auskunft geben.


Ihr Mammographie-Team