Radiologie

Düsseldorf am Hauptbahnhof

Mobi-Trak

MR - Gefäßdiagnostik der Becken-/Beingefäße
Als Verfahren steht uns für die Diagnostik der Becken-Bein-Gefäße mit der MR-Angiographie mittels der Tischverschiebetechnik Mobi-Trak eine zuverlässige Methode zur Seite.
Die Tischverschiebetechnik Mobi-Trak liefert eine nicht invasive Möglichkeiten die Becken-Bein-Gefäße komplett darzustellen.

Die intraarterielle Angiographie (DSA) hat dadurch bereits ihren Stellenwert in der primären Gefäß-Diagnostik fast vollständig verloren. Sie wird zunehmend durch die MR-Angiographie abgelöst.
Die MR-Angiographie ist mit dem Mobi-Trak zur Abklärung der Claudicatio intermittens (P-AVK) mehr als nur kompetitiv zur DSA einzustufen. 
Lediglich bei der chronischen Ischämie und zur notwendigen Darstellung von Vorfuß und Unterschenkelgefäßen zur Planung weit peripherer (cruraler und pedaler) Bypässe hat die DSA noch eine diagnostische Bedeutung behalten.
Für Sie als Patienten erhöht die MR-Angiographie die Lebensqualität wegen der Vermeidung der risiko- und strahlenbelastenden Kathetertechniken (herkömmliche Angiographie als DSA).

Indikationen
Mobi-Trak dient zur Abklärung von Aneurysmen, Dissektionen und arteriellen Stenosen bzw. Verschlüssen.
Weiter klinische Fragestellungen bilden neben den Durchblutungsstörungen Blutungen, präoperative Gefäßdarstellungen, Anomalien.
Das nichtinvasive Verfahren ist hervorragend bei immobilen Patienten geeignet. 
Patienten mit Niereninsuffizienz oder fortgeschrittenem Diabetes mellitus können schnell unter geringer Belastung der Nieren untersucht werden.
Kontrollen bereits angelegter Bypässe gelingt sicher. Ein Kathetereinsatz mittels der invasiven DSA ist nicht mehr erforderlich.

Methodischer Ansatz
Die MR-Angiogrpahie Mobi-Trak mit Tischverschiebetechnik ist eine kontrastmittelverstärkte MR-Angiographie (3D-GE-MR-Angiographie). Als nichtinvasive Untersuchungstechnik bildet die Tischverschiebetechnik die meist verwendete Methode in der Darstellung der Gefäße der unteren Extremität.
Während einer kontinuierlichen Infusion von Kontrastmittel mit Flussrate (flow) von 0,3 bis 0,7 ml/sec wird der Untersuchungstisch in Flussrichtung fußwärts (distal) kontinuierlich verschoben. Der Tischvorschub erfolgt automatisch. Die Infusionsdauer beträgt zwischen 40 und 50 Sekunden.

Bemerkung
Das intravenöse Kontrastmittel (Gadolinium-Chelat) verkürzt die T1-Relaxationszeit des Blutes und die von Fett. Das Blut-Gadolinium-Gemisch (KM-Bolus) ist bei richtig erfasstem Bolus-Timing und Wahl des entsprechenden TR und TE der einzige signalgebende Anteil.

Aus den aufgenommenen Daten wird eine Subtraktion der nativen von den kontrastierten Bilddaten durchgeführt. Die anschließende Nachverarbeitung liefert multidirektionale Maximum-Intensitäts-Projektionen mit dem Resultat der Gefäßdarstellung eines Bildes vergleichbar der herkömmlicher angiographischer Bilder.
Das angiographische Bild der kontrastmittelverstärkten MR-Angiographie der Becken-Beingefäße liefert mit dem Mobi-Trak in Tischverschiebetechnik eine der intraarteriellen DSA vergleichbare Darstellbarkeit therapierelevanter hämodynamisch wirksamer Stenosen und Verschlüsse der Becken- und Beingefäße.
Die Darstellung des Einstromes in Höhe der Beckengefäße (Inflow) und des Ausstromes in die Unterschenkelgefäße (Outflow) ist für die Therapieplanung bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit eine wichtige Indikation für die Verwendung der nicht invasiven MR-Angiographie.
Die Ergebnisse sind relevant für die Wahl der geeigneten Therapie (endovaskuläres oder chirurgisches Vorgehen).

Vorbereitung des Patienten
Es sind keine speziellen Vorbereitungen erforderlich. Vor Betreten des Untersuchungsraumes sollte der Patient sämtliche Metallteile (Schlüssel etc.), Uhr und Kreditkarte ablegen und in seiner Umkleidekabine lassen.
Bei Patienten mit Klaustrophobie kann die MR-Untersuchung durch vorherige Sedierung durchgeführt werden. Informieren Sie uns rechtzeitig zur adäquaten Untersuchungs-Planung.

Vorsicht
Patienten mit Herzschrittmacher oder eisenhaltigen Metallteilen im Körper können nicht in einem Hochfeld-Magneten untersucht werden.. Eine detaillierte Aufklärung finden Sie in Einführung – Formular Download – Kernspintomographie.

Durchführung

Die Gefäßuntersuchung am Magnetresonanztomographen dauert etwa 30 Minuten und bedarf keiner speziellen Patientenvorbereitung.
Bei der MR-Angiographie ist keine Punktion der Arterien erforderlich. Eine Einführung eines Katheters ist nicht notwendig. Die MR-Angiographie wird ohne Röntgenstrahlen und ohne jodhaltiges Kontrastmittel durchgeführt und erlaubt eine Gefäßdarstellung aus sämtlichen Richtungen.

Achtung
Während der Tischverschiebung bewegt sich der Tisch wiederholt in beide Richtungen. Bitte bleiben Sie ruhig und bewegen Sie sich nicht. Für hochwertige Ergebnisse ist eine gute Mitarbeit (Befolgen der Anweisungen) von Seiten des Patienten notwendig.

Kontrastmittel
Zur Verstärkung der Gefäßdarstellung wird eine geringe Menge paramagnetischer Flüssigkeit intravenös vor den Aufnahmen geben. Die verwendeten Kontrastmittel zur MR-Angiographie sind Gadolinium-haltige Chelate. Sie haben gegenüber den jodhaltigen Röntgen-Kontrastmitteln große Vorteile. Sie zeichnen sich durch eine fehlende Nephrotoxizität aufgrund der gering notwendigen Menge aus. Unverträglichkeit oder anaphylaktoiden (allergische) Reaktionen sind sehr selten.

Nach der Untersuchung
Nach der Gefäßuntersuchung kann der Patient ohne Einschränkungen seinen Tagesablauf fortsetzen.

Die Nachverarbeitung der Untersuchung dauert eine geraume Zeit. Wenn möglich sollten Sie Ihre Ergebnisse am folgenden Tag abholen.

Wer übernimmt die Kosten?
Bei Privatpatienten gehört die Herzuntersuchung zum Versicherungsumfang.

Den Patienten der gesetzlichen Krankenversicherungen bieten wir die Becken-Beingefäßdarstellung (Mobi Trak) als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) zur Vorsorge an und weisen darauf hin, dass die Kosten selbst übernommen werden müssen.

Schlussbemerkung
Wenn Sie noch Fragen zum Sinn oder Ablauf der Untersuchung haben, oder etwas nicht verstanden haben: Bitte fragen Sie uns danach; wir werden Ihnen gerne Auskunft geben. 

Ihr MRT-Team