Radiologie

Düsseldorf am Hauptbahnhof

Untersuchungsmethoden

Um das geeignete Untersuchungsverfahren für Sie zu finden, möchten wir Sie bei speziellen Fragestellungen und Beschwerden gerne beraten. 

Besonders bei Untersuchungen zur Kernspintomographie, Computertomographie, Magen-Darm-Diagnostik und Angiographie (DSA) sind wir auf ausreichende klinische Angaben und eine genaue Fragestellung angewiesen. Die Untersuchungstechnik und Strategie wird wesentlich davon bestimmt. 

Der Vergleich der verschiedenen bildgebenden Verfahren erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch beziehen sich die Indikationen auf Erwachsene - bei Kindern kann dies im Einzelfall abweichen.

Informieren Sie sich, welche Untersuchungs-Methode für Sie in den jeweiligen Körperabschnitten zur Zeit die Methode der Wahl ist:

Abdomen gesamt
Die Sonographie und die CT sind die primären Untersuchungsmethoden des gesamten Abdomens (z. B. allgemeine Tumorsuche, Staging zur Metastasen- oder Lymphom-Suche. Bei unklaren Befunden kommt die zielgerichtete MRT-Darstellung zum Einsatz.

Achillessehne
Für die Abklärung unklarer sonographischer Herdbefunde weist die MRT eine sensitivere und spezifischere Aussage wie die CT auf.

Arterien, Blutgefäße
Durch die MR-Angiographie können fast alle arteriellen Blutgefäße des Körpers in ausreichender Bildqualität dargestellt werden, so dass sich eine invasive arterielle Angiographie in den meisten Fällen vermeiden lässt. Die zielorientierte Gefäßuntersuchung ist mit dem Doppler-Verfahren möglich. Die konventionelle Angiographie (DSA) gilt jedoch weiterhin als Gold Standart bei unklaren Befunden.

BWS
Alle wesentlichen Fragestellungen sind mit der MRT als Methode der Wahl abzuklären.
Ein Diskusprolaps der unteren HWS (dort am häufigsten) lassen sich im CT meistens wegen der Artefakte durch die Schulterweichteile oft schlecht darstellen.
Zur Abklärung einer Fraktur sollte die CT weiterhin eingesetzt werden.

Dünndarm, Dickdarm und Magen
Als Basis-Verfahren bleibt weiterhin die konventionellen Röntgendiagnostik Methode der Wahl. Bei Fragen nach entzündlichem Prozeß und Tumor kann die MRT die unangenehme und belastende Dünndarmdarstellung nach Sellink oftmals ersetzen. Auch überschreitende Wandveränderungen des Dickdarmes und des Magens sind computertomographisch und kernspintomographisch faßbar. Die Virtuelle Coloskopie mittels MRT oder CT birgt weiterhin eine trügerische Zuverlässigkeit in der Diagnostik und als zukunftsweisenden Ersatz zur Endoskopie. Daher bieten wir diese zur Zeit noch nicht als Routine-Verfahren an. 

Gesichtsschädel, Nasennebenhöhlen, Kiefergelenke und Orbita:
Die Untersuchung einer Sinusitis, von Frakturen und Knochendestruktionen sind Domäne der CT.
Weichteilprozesse, Tumoren, Lymphome, Orbita, Kiefergelenke sollten direkt mittels MRT abgeklärt werden.
Die Schilddrüse und Nebenschilddrüse wird zunächst mit der Sonographie und Szintigraphie untersucht. Gegebenenfalls ist eine MRT erforderlich.

Gallenwege, Gallenblase
Sonographie sollte primär erfolgen. Darstellung der Gallenblase, Gallenwege (z. B. Cholestase, Gallengangskonkrement), Tumore.
MRT mit MRCP ermöglicht eine Darstellung der Gallengänge, die der oralen Röntgen-Kontrastuntersuchung deutlich überlegen ist und der i. v. Galle von der Bild-Darstellung her mindestens gleichwertig ist (häufige Unverträglichkeiten auf das Röntgen-Kontrastmittel). Die MRCP wird ohne Kontrastmittelgabe durchgeführt.
Auch die ERCP (belastende Untersuchung) kann durch die MRCP häufig ersetzt werden, außer wenn interventionelle Eingriffe notwendig sind.

Gelenke (Knie, Schulter, Ellenbogen, Sprunggelenk, Handgelenke, Hüftgelenke, Ileosakral-Gelenke)
MRT zur Diagnostik von Arthrosen, Osteonekrosen, Verletzungen von Knorpel, Bändern, Weichteilen, Entzündung, Tumoren.
Skelettszintigraphie ist bei Poli-Arthralgien dagegen besser.

Halsweichteile, Mundboden, Gesicht, Parotis
Die Sonographie und die CT sind die primären Untersuchungsmethoden (z. B. allgemeine Tumorsuche, Staging zur Metastasen- oder Lymphom-Suche. Bei unklaren Befunden kommt die zielgerichtete MRT-Darstellung zum Einsatz.

Herz
Als Basis-Verfahren bleibt weiterhin die konventionellen Röntgendiagnostik als Thoraxübersichts-Aufnahme die primäre Methode der Wahl. Bei gezielten Fragestellungen kommen die Sonographie als Echoverfahren und die Myokardszintigraphie zum Einsatz. Die Computertomographie mit den hochauflösenden Spiral- und Multislice-Techniken liefern zunhemende Informationen über Verkalkungen der Herzkranzgefäße. Die Coronar-Angiographie gilt jedoch zur Zeit weiterhin als Gold-Standart zur Herzgefäß-Diagnostik. Die MRT des Herzens (Kardio-MRT, Cardiac Imaging) hat zunehmenden Einzug in die Herzdiagnostik gefunden und hat sich zur Klärung gezielter Fragestellungen mittlerweile etabliert. 

Hirn (Schädel, Kopf, Neurocranium)
Bei der Mehrzahl der diagnostischen Fragestellungen ist heute die MRT die Untersuchungsmethode der Wahl und ist der CT überlegen. Die MR-Angiographie stellt das Gefäßsystem dar, ohne den Patienten durch invasive Maßnahmen zu belasten. Durch Diffusionsbildgebung und Perfusionsstudien gelingt der Nachweis frischer Ischämien schon in den ersten Stunden nach dem Ereignis, lange bevor das CT eine sichere Diagnostik erlaubt.
Die Diagnostik von Hypophysentumoren und Prozessen des Kleinhirnbrückenwinkels (Akustikusneurinom) ist mit der MRT viel genauer. Eine CT ist hier obsolet.
Die CT ist heute noch indiziert zum Nachweis akuter intracranieller Blutungen, insbesondere auch der subarachnoidalen Blutung, Traumen und der Infarktdiagnostik. Die schnelle Verfügbarkeit ist höher als die MRT. Auch zur Verlaufskontrolle in der akuten bis subakuten Phase nach Ischämien, Blutungen und operativen Eingriffen ist die CT indiziert. Zur Verlaufskontrolle eines Ventrikel-Shuntsystems reicht die CT.
Säuglinge sind primär durch die Fontanellen im Ultraschall zu untersuchen. Unklare Befunde sollten mittels MRT untersucht werden.
 
HWS
Alle wesentlichen Fragestellungen sind mit der MRT als Methode der Wahl abzuklären.
Ein Diskusprolaps der unteren HWS (dort am häufigsten) lassen sich im CT meistens wegen der Artefakte durch die Schulterweichteile oft schlecht darstellen. Zur Abklärung einer Fraktur sollte die CT weiterhin eingesetzt werden.  

Knochendichtemessung  (Osteodensitometrie)
Als standartisiertes Basis-Verfahren zur Bestimmung der Knochendichte gilt für Sie weiterhin die quantitative Messung der Kalkdichte mittels der Computertomographie als Methode der Wahl.

Leber
Für die Abklärung unklarer sonographischer Herdbefunde weist die MRT eine sensitivere und spezifischere Aussage wie die CT auf. 

LWS
Zum Nachweis von Bandscheibenvorfällen und degenerativen Veränderungen sind CT und MRT gleichwertig, allerdings ist gerade bei jungen Patienten und Frauen die Strahlenbelastung der Gonaden im CT nicht zu vernachlässigen. Außerdem muss zur CT-Untersuchung eine vorherige neurologische Untersuchung in etwa die Höhe der vermuteten Pathologie sichern.
MRT (mit i. v. KM) ist der CT nach Bandscheiben-Operation überlegen in der Differenzierung von Narbe, Disziitis und Rezidiv-Vorfall.

Mamma
Die Mammographie und Sonographie gelten als Basisuntersuchungen. Die Mamma-MRT wird bei speziellen Fragestellungen eingesetzt und ist sehr sensitiv (z.B. Unterscheidung von Narbe und Rezidiv sowie bei unklaren mammographischen Befunden). Sie ist bisher keine Kassenleistung und wird nur auf Antrag bei speziellen Fragestellungen erstattet. Sie sollten bitte in jedem Fall Rücksprache mit uns halten.

Nebennieren
Primär Sonographie, dann CT. Gegebenenfalls zur weiteren Abklärung MRT und NN-Szintigraphie.

Nieren
Primär Sonographie.
CT annähernd äquivalent zur MRT in der Darstellung bei schneller Verfügbarkeit und weniger aufwendig in der Diagnostik von Raumforderungen, Tumoren und entzündlichen Prozessen.
MRT jedoch überlegen wegen multiplanarer Bildgebung und Gewebsdifferenzierung.
Nierenarterien-Stenose: MRT-Angiographie und ggf. DSA (konventionelle Angiographie). 
MRT-Urogramm: Neuerdings möglich, z. B. bei Pat. mit KM-Allergie oder Niereninsuffizienz. 

Pankreas
Pankreatitis, Pankreastumor: MRT und CT möglich.
CT bietet eine schnellere Untersuchung.
Im MRT kann durch die MRCP Gallengang und Pankreasgang gleichzeitig dargestellt werden. Lebermetastasen werden im MRT mit höherer Sensitivität nachgewiesen. 
Für die Abklärung unklarer Herdbefunde weist die MRT eine sensitivere und spezifischere Aussage wie die CT auf.

Skelett (Knochensystem)
Primär Skelettszintigraphie und konventionelles Röntgenbild zur Metastasensuche und Suche nach Entzündungsherden. Rein osteolytische Metastasen oder diffuse Infiltrationen können allerdings in der Knochenszintigraphie stumm bleiben.
MRT liefert bei klinischem Verdacht der betreffenden Region mit höherer Sensitivität den Nachweis von Metastasen und anderen Herdbefunden (Ausnahme bilden die Rippen und die Schädelkalotte).
Eine Ganzkörperskelett-MRT wäre vergleichbar zur Szintigraphie ist allerdings noch nicht standartisiert.
MRT dient zum Nachweis von Knochentumoren und zur Darstellung der Ausdehnung (evtl. Knochenszintigraphie zum Nachweis von "skip lesions" und eines multilokulären Geschehens). 
CT bei Frakturen falls genaue 3D-Darstellung notwendig (z. B. zur Therapieplanung). Bei konventionell-röntgenologisch unklaren Befunden kann eine Skelettszintigraphie oder eine MRT-Untersuchung weiterhelfen (z. B. Frage nach Skaphoid-Fraktur). 
CT bei Wirbelfrakturen durch Trauma.

Thorax (Lunge)
Lungenprozesse, Lungentumoren und thorakale Lymphome sind zunächst der CT vorbehalten.
Lungenembolien werden mittels Pulmonalis-CT oder Szintigraphie geklärt. Bei Kontrastmittel-Unverträglichkeit kann auch eine MR-Angiographie erfolgen.
Aortenaneurysma oder Aortendissekate sind mit der MR-Angiographie sicher beurteilbar.

Venen
Die Phlebographie gilt weiterhin als Methode der Wahl (Beinvenen, Armvenen, Körpervenen mittels DSA). Durch die venöse MR-Angiographie können fast alle Blutgefäße des Körpers und der Hirnsinus in ausreichender Bildqualität dargestellt werden. Die zielorientierte venöse Gefäßuntersuchung ist mit dem Doppler-Verfahren möglich. Die Phlebographie gilt jedoch weiterhin als Gold Standart bei unklaren Befunden.

Weichteile
Bei Weichteilprozessen ist die MRT aufgrund der wesentlich besseren Darstellung der CT überlegen.

Schlussbemerkung
Haben Sie noch Fragen oder etwas nicht verstanden? Bitte fragen Sie uns; wir werden Ihnen gerne Auskunft geben. 

Ihr Praxis-Team